DSGVO ist in aller Munde und kommt in den E-Mails schon als Spam herüber. Was ist wirklich relevant?

 

Es gibt zwei Herangehensweisen, die diese Perspektive klären:

 

Die eigene. Wie möchte ich, dass mit Informationen umgegangen wird, die mich betreffen? Hier hört man immer wieder „Ich habe nichts zu verbergen.“ Das stimmt nur, solange es keine schweren Krisen gibt. Die Kenntnis über eine schwere, vielleicht sogar ansteckende Krankheit will man dann doch nicht gleich auf Facebook posten oder dem Arbeitgeber mitteilen – noch weniger von jemandem anderes mitteilen lassen. Und ein Schutzwall funktioniert nur, wenn man ihn schon aufgebaut hat. Hier kann es auch mal spät und damit schwierig sein, Informationen zu verbergen, deren Tragweite man vielleicht am Anfang gar nicht richtig einschätzen konnte. Hilfreich sind da zwei links vom Bundesdatenschutzbeauftragten: eine Übersicht und eine Broschüre.

 

 Zweitens die Regeln. Auf unserer Seite zur DSGVO klären wir die Regeln und Bedingungen, die alle Menschen – nicht nur alle Betriebe – in Deutschland einhalten müssen, wenn sie Unterlagen über andere Menschen haben oder Zugriff darauf.

 

Darüber hinaus gibt es natürlich Menschen, die aufgrund ihres Berufes besondere Regeln – und übrigens auch Rechte – bezüglich der Geheimhaltung von Informationen haben. Es macht aber tatsächlich Sinn, immer so zu tun, als wäre man selbst ein solcher „Geheimnisträger“ und bespräche in jedem Fall mit der oder dem Betroffenen, ob Informationen über sie oder ihn weitergegeben werden dürfen. Alles andere nennt man Klatsch und der verschlechtert garantiert das Verhältnis – was dann schnell auch zu richtigem, also juristischem Ärger auswachsen kann.Halten Sie sich den Zeigefinger vor den Mund. Jeder muss nicht alles wissen und etwas geheim zu halten ist übrigens eine Fähigkeit, die neben den Menschen wahrscheinlich keine weiteren Wesen auf dieser Welt haben.